Filme nach Schulnoten:

Nach Jahren sortierte Filme

NACH GUTEN FILMEN SORTIERT:
2011
2010
2009
2008

KINOFILME UNSORTIERT:
2012
2011
2010
2009

Filme nach Altersbeschränkung

Hass (1995)

Hass

Sehr gelungener und immer aktueller Film zum ewigen Problemkind Banlieue. Niedergeschlagenheit, Humor, Wut und Ohnmacht in einem gefährlichen Kosmos, dessen einziger Exit die Gewalt zu sein scheint. In Mathieu Kassovitz Film HASS geht es keinesfalls um eine sich bis ins Maßlose zusammenbrauende Wut, die über kurz oder lang die Welt in Stücke reißt. Zwar tragen die drei jugendlichen Protagonisten Saïd (Saïd Taghmaoui), Hubert (Hubert Koundé) und Vinz (Vincent Cassel) alle eine Wut im Bauch, doch sie erliegen schließlich mehr der Hoffnungslosigkeit als dem Hass. Was zurückbleibt ist Frust beim Zuschauer und eine Ahnung dessen, was es wirklich bedeutet, wenn . . . → Kritik: Hass (1995)

Der Plan (2011)

der Plan

Romantisches Liebesfilm Hin und Her zwischen Matt Damon, Emily Blunt und einer Horde bürokratischer Engel. Charmant und unterhaltsam. David Norris (Matt Damon) ist fast wie ein amerikanischer zu Guttenberg: Jung, charismatisch und mit der Aussicht auf eine blendende politische Karriere. Bis die Zeitung seinen Fauxpas während einer Party dokumentiert, was den Vorsprung in den Umfrageergebnissen zur Wahl des Senators von New York im Nu zunichte macht. Statt Senator zu werden, trifft er auf die unorthodoxe Elise (Emily Blunt) und plötzlich zeigen sich sympathische Sprünge im Lack des geschniegelten Politikers. Die Geschichte wäre freilich zu einfach, wenn die Liebenden gleich . . . → Kritik: Der Plan (2011)

Ip Man 2 (2010)

Ip Man 2

Fortsetzung des erfolgreichen Martial Arts Films mit Donnie Yen in der Rolle des historischen Wing Chun Kung Fu Spezialisten Yip Man. Dabei wandelt Ip Man 2 auf den Spuren von Hollywoodblockbuster der 80/90er Jahre: Legendenbildung, Ehre und Nationalpathos vor epischer Melodie. Der Krieg ist vorüber, die japanische Besatzung gebrochen und Ip Man versucht wie viele seiner Landsleute sein Glück in Hong Kong. Doch wo vormals Japaner die Kultur der Chinesen mit Füßen traten, sind es nun die herablassenden britischen Kolonialherren, die den Chinesen das Leben im „eigenen Land“ schwer machen. Dabei läuft Ip Mans (Donnie Yen) neu eröffnete Kung . . . → Kritik: Ip Man 2 (2010)

Cypher (2002)

Cypher

Hintergründigst verstrickter mit doppelt und dreifachem Boden versehener Science Fiction Spionagefilm, der darum ringt aus einem  hypnotischen Traum zu erwachen und nichts zurücklässt wie er es vorfand. Mind blowing und fernab gelebter Realität. In CYPHER entsteht der Eindruck, als würde der Film nie wirklich erwachen, als hielte ein Traum die Geräusche gedämpft und lenkte die Geschicke des Protagonisten Morgan Sullivan (Jeremy Northam) lautlos und unsichtbar. Der Protagonist versteht immer erst rückblickend was mit ihm geschieht, wie in der Traumanalyse. Handlungsort ist eine artifiziell konstruierte Welt, die jegliche visuelle Ungereimtheit konsequent ausspart. Hypersymmetrie gegen freie Formen, dunkle Grautöne versus Farbenreichtum . . . → Kritik: Cypher (2002)

Der Mandant (2011)

Der Mandant

Äußerst spannender und dennoch voll entspannter Anwaltskriminalfilm mit groovigem Soundtrack und jeder Menge Style. Ein Must-See mit GTA Flair. Was in Deutschland mit DER MANDANT recht bürokratisch betitelt ist, hat im Original weitaus mehr Wohlklang: LINCOLN LAWYER. Dabei verweist der Lincoln auf das fahrende Büro des Anwalts Haller (Matthew McConaughey), ein Kasten von einem Auto und schwarz wie der Chauffeur – aber der Schein trügt. Im Wagen von Haller herrscht ein heilloses Chaos und den aalglatten Widerling mit chromblitzender Fassade gibt er aus taktischen Gründen, er kann auch anders. Er ist der Typ, der es nach oben geschafft hat ohne sich von der Straße oder gesellschaftlichen Verfehlungen zu entfernen. Er ist der Bad Guy, der auf der Seite des Publikums ebenso wie auf der Seite der Dealer, Huren und . . . → Kritik: Der Mandant (2011)

Source Code (2011)

Source Code

Im Herzen der Explosion findet SOURCE CODE sanfte Science Fiction und einen positiven Blick aufs Leben. Der morgendliche Flug durch Stadt und Landschaft, mit dem SOURCE CODE eröffnet wird, wäre wunderschön, würde nicht die bedrohliche Orchestermusik wie Damokles Schwert über der Szenerie hängen. Das Unbehagen wird noch größer, als Colter (Jake Gyllenhaal) plötzlich im Zug erwacht und keine Ahnung hat, wie er dort hingelangt ist. Noch dazu scheint ihn seine charmante Begleiterin zu kennen, er selbst jedoch kann sich weder an sie, noch an das Zugticket in seiner Brusttasche erinnern. Die Verwunderung dauert nicht lange an, gerade einmal acht . . . → Kritik: Source Code (2011)

The Tree of Life (2011)

the tree of life

Terrence Malick wird alt! The Tree of Life ist nur sekundär eine allumfassende Betrachtung des Lebens. Ursprung und Ziel dieser Gedanken ist aber der Tod. Um diesen gewinnbringend ins Leben einzubinden, will Malick nicht vom Glauben ablassen. Vermutlich war es schon in DER SCHMALE GRAT die Beschäftigung mit dem Tod und dem sinnlosen Zerstören von Leben im Krieg, die Malick zu einem kontemplativen und sinnsuchenden Meisterwerk antrieben. Und auch in THE NEW WORLD nimmt der Tod eine zentrale Stellung ein, der trotz aller Grausamkeit und Qualen als eine Erfüllung erscheint. THE TREE OF LIFE spart vordergründige Geschichten und Handlungen . . . → Kritik: The Tree of Life (2011)

Rebuild Evangelion: Evangelion 1.0 (2007) Evangelion 2.0 (2009)

Evangelion 1.0

Vorwort: Die beiden Filme sind eine Kino Neuverfilmung der japanischen Fernsehserie Neon Genesis Evangelion von 1995. Zwei noch ausstehende Filme werden die Tetralogie vervollständigen. Die Geschichte wurde im Vergleich zur Serie verändert, der Stoff insgesamt gestrafft. Neon Genesis Evangelion ist eine der bekanntesten Anime Produktionen. Der dritte Teil soll 2012 fertiggestellt werden. Ohne große Worte wird man in EVANGELION mitten in die Geschichte geschleudert. Dramaturgisches Grundprinzip bleibt das Mysterium, die nur andeutungsweise gegebenen . . . → Kritik: Rebuild Evangelion: Evangelion 1.0 (2007) Evangelion 2.0 (2009)

Wer ist Hanna (2011)

Wer ist Hanna

Im Gegensatz zur BOURNE IDENTITY ist die Frage nach der Identität von HANNA nicht wirklich brisant. Vielmehr zählt das Wie als das Wer, und daran hält sich auch der Film, entgegen dem deutschen Titel. Wie sie ist, die Hanna: Außergewöhnlich, anders, gewagt, experimentell – und deswegen trifft sie nicht wirklich ins Herz. Von Anfang an bleibt WER IST HANNA schwer zu verorten. Dies betrifft nicht nur Ort und Zeit, sondern vor allem auch die Haltung des Films zum Erzählten. Was wie Abenteuer und Fantasy beginnt, wechselt bald ins Agentengenre, springt über Actionfilm auf Jugendfilm um und lässt auch Musikvideo, . . . → Kritik: Wer ist Hanna (2011)

Vergiss mein Nicht (2004)

Vergiss mein nicht

Stellen sie sich vor, es wäre möglich unliebsame Personen einfach aus der Erinnerung zu löschen.  Und dann müssen zwei, die sich eben erst kennenlernen, feststellen, dass sie sich gerade neulich gelöscht haben. Charly Kaufman schreibt das Drehbuch, Michel Gondry inszeniert und das Ergebnis ist so dicht und erstaunend, dass sie diesen Film bestimmt schon gesehen haben.

Und falls nicht, können sie sich vielleicht einfach nicht daran erinnern, aber selig sind schließlich die Vergesslichen, denn sie werden auch mit ihren Dummheiten fertig, glücklich hingegen sind jene, die ohne Zukunft leben und am allerglücklichsten ist man laut VERGISS MEIN NICHT . . . → Kritik: Vergiss mein Nicht (2004)