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Der Mandant (2011)

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Der MandantÄußerst spannender und dennoch voll entspannter Anwaltskriminalfilm mit groovigem Soundtrack und jeder Menge Style. Ein Must-See mit GTA Flair.

Was in Deutschland mit DER MANDANT recht bürokratisch betitelt ist, hat im Original weitaus mehr Wohlklang: LINCOLN LAWYER. Dabei verweist der Lincoln auf das fahrende Büro des Anwalts Haller (Matthew McConaughey), ein Kasten von einem Auto und schwarz wie der Chauffeur – aber der Schein trügt. Im Wagen von Haller herrscht ein heilloses Chaos und den aalglatten Widerling mit chromblitzender Fassade gibt er aus taktischen Gründen, er kann auch anders. Er ist der Typ, der es nach oben geschafft hat ohne sich von der Straße oder gesellschaftlichen Verfehlungen zu entfernen. Er ist der Bad Guy, der auf der Seite des Publikums ebenso wie auf der Seite der Dealer, Huren und Mörder steht. Aber er ist noch viel mehr, wie zum Beispiel Vater oder Exmann, verständnisvoll und geheimnisvoll, nur eins ist er nicht: Ein Mann ohne Stil. Den zu bewahren, fällt ihm aber während der kommenden Abenteuer durchaus schwer. Denn die Bedrohungen, die mit der Übernahme seines neuen Mandanten Roulet (Ryan Phillippe) einhergehen, treiben ihm bald die Augenringe ins Gesicht.

Regisseur Brad Furman inszeniert nach einem Roman von Michael Connelly (BLOOD WORK) einen Anwaltstreifen, der das gängige Klischee ordentlich auf den Kopf stellt. Spannend bis zur letzten Minute und dennoch stylish und entspannt überrascht die Hauptfigur mit Abgebrühtheit und einem wandlungsfähigen Charakter, der gewiss an die Grenzen des Glaubwürdigen stößt, nie aber an jene des filmisch Erlaubten. Nicht nur Verbrechermilieu, Auto und Straße erinnern dabei an den Computerhit Grand Theft Auto. Der eingängige Soundtrack, der zwischen schwarzem Sprechgesang, Disco, Funk und Jazz pendelt, setzt den Protagonisten erst so richtig ins coole Licht. Dabei ist der von den Titeln bis zur Ausstattung durchwegs geradlinig designte Film keineswegs nur oberflächlich. In dem verwinkelten Plot finden neben vielen fantasievollen Figuren auch unvorhersehbare Wendungen Platz, die Zuschauer wie Hauptfigur ins Grübeln bringen.

Grob ähnelt der Film CHINATOWN oder THE BLACK DAHLIA, da er wie diese eine spannende Kriminalgeschichte in einer sehr eigenen Sprache vorträgt und dabei großen Wert auf einen stimmungsprägenden Stil legt. Die lange Spieldauer von fast zwei Stunden nimmt man dem nicht enden wollenden Film nicht übel, auch die visuell ermüdenden Szenen im Gerichtsaal sind eher spärlich gesät. Insgesamt ist DER MANDANT vielleicht kein Meisterwerk, denn dafür trifft er zu wenig ins Herz. Trotzdem ist er besser als das Gros der Kinofilme und macht richtig Spaß.

Ähnliche Filme:

Chinatown, The Black Dahlia, Grand Theft Auto (Computerspiel)

Information:

Engl Titel: The Lincoln Lawyer

USA 2011

Dauer: 138 Minuten

Regie: Brad Furman

Drehbuch: John Romano

DoP: Lukas Ettlin

Musik: Cliff Martinez

Darsteller: Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, Willam H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Peña

Genre: Kriminalfilm, Thriller, Gerichtsfilm

Im Kino ab: 23.06.2011

Im Web:

Der Mandant in der IMDb

Bilder und Trailer zur Filmkritik von Der Mandant auf der offiziellen Website

Sehr schicke Musik aus dem Film auf der nächsten Seite.

Der Mandant (2011), reviewed by Christopher Haug on 2011-06-23T18:02:05+00:00 rating 4.5 out of 5

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1 comment to Der Mandant (2011)

  • Der Film ist wirklich sehenswert, mich wundert es eh, dass der Film nicht auf einer wahren Begebenheit beruht. Sowas passiert bestimmt oft auf der Welt.

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