Filme nach Schulnoten:

Nach Jahren sortierte Filme

NACH GUTEN FILMEN SORTIERT:
2011
2010
2009
2008

KINOFILME UNSORTIERT:
2012
2011
2010
2009

Filme nach Altersbeschränkung

Anzeige:

Verblendung (2011)

Verblendung Poster

S&M: Salander & Mara

Auch wenn Blomkvsit die Hauptfigur in Stieg Larssons erstem Millenium Roman sein mag, so ist doch unbestritten Lisbeth Salander die dunkle Seele der Geschichte, das Faszinosum gewissermaßen, wenn nicht gar seine Essenz. David Fincher ist das freilich nicht entgangen und entsprechend stimmt er den Film auf seine Darstellerin Ronney Mara ab, die sukzessive die Hauptrolle des James Bond Stars Daniel Craig übernimmt, welcher als Blomkvist ungewohnt impotent in Erscheinung tritt. Vielerorts erinnert die Neuverfilmung des Bestsellers an Polanskis Ghostwriter: Grauer Himmel, Niederschlag, Kälte, entsättigte Farben, karge Abgeschiedenheit, mysteriöse Architektur und darin gefangen ein Schriftsteller, der . . . → Kritik: Verblendung (2011)

Zwei an einem Tag (2011)

Zwei an einem Tag Bild

Trauriges aber versöhnliches Lebensdrama um wirkliche Menschen ohne Glanz und Glamour. Nicht wenige werden bereits das gleichnamige Buch (2009) von David Nicholls kennen, auf dem dieser Film basiert und nicht wenige davon werden weiblich sein. Im Kino jedenfalls lag die Frauenquote bei gut 90%, dabei spiegelt der Film weder eine feminine Sicht wider, noch dreht er sich um sogenannte Frauenthemen. Emma (Anne Hathaway) und Dexter (Jim Sturgess) haben zusammen ihren Uniabschluss gemacht und sind prompt nach durchzechter Nacht aneinandergeraten. Gezecht hat aber nur Dexter, der die unscheinbare Emma bis dato noch nicht einmal wahrgenommen hat. Obwohl sie nicht wirklich . . . → Kritik: Zwei an einem Tag (2011)

Real Steel (2011)

Real Steel

Oberflächlich und rührselig: REAL STEEL ist ein schöner Film aus dem Spielbergkosmos (Produzent), dessen schöne Trauer und kindische Freude emotional unterhalten. Wer im Boxen eine ähnliche Dramatik ins Geschehen zaubern will wie das Boris Becker etwa viele Male im Tennis gelang, der muss schon so maßlos übertreiben wie in ROCKY, wo halb tot Geprügelte plötzlich wieder mit Bärenkräften austeilen. Noch weiter kann man eigentlich nicht gehen — ja es sei denn, man lässt Science-Fiction Maschinen kämpfen, denen die Fantasie jedwede Fähigkeiten zusprechen darf. REAL STEEL ist ein Boxerfilm durch und durch und gleichzeitig meilenweit entfernt von psychischen Abgründen wie . . . → Kritik: Real Steel (2011)

Contagion (2011)

Contagion Poster

Pandemischer Film: Ziellose Auffächerung mit bewegenden Momenten aber ohne dramaturgisches Rückgrat.

Wenn sich eine Epidemie gleichzeitig in alle Herrenländer ausbreitet, spricht man von einer Pandemie, wenn die Schauplätze eines Filmes sowie die Handlungsstränge dasselbe tun, von einem Episodenfilm, und wenn dann noch eine derart große Anzahl an Protagonisten den Film schultert wie in CONTAGION, dann ist es einfach ein irres Projekt, das viel Geld kostet ($60 Mio.) und deswegen auch ordentlich beworben werden muss. Was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen — und bleibt dennoch hinter den Erwartungen zurück. Zumindest macht man sich auf dem obligatorischen Toilettenabstecher nach . . . → Kritik: Contagion (2011)

Tyrannosaur – Eine Liebesgeschichte (2011)

tyrannosaur

Klarer, schonungsloser Film über kranke Menschen in einer kranken Gesellschaft, die versuchen ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Mutig anders und gut. Gläubig ist Joseph (Peter Mullan) nun wahrlich nicht, aber wenn gebetet wird, berührt es ihn trotzdem. Das liegt wohl daran, dass alle anderen Menschen die ihm Beachtung schenken entweder Säufer sind oder ihn verprügeln wollen. Fast alle: Sam (Samuel Bottomley) ist ca. 8 Jahre alt, sein Nachbar und der einzige, der zu ihm aufsieht. Nachdem auch noch Josephs Hund stirbt, ist von seinem Leben nichts übrig geblieben als Hass. Am meisten hasst er sich selbst und oft lässt er es an anderen aus. Als alles immer unerträglicher wird, macht er den Schritt vom sozialen Problemviertel der Stadt über die Schwelle in einen Second Hand Laden für Bedürftige . . . → Kritik: Tyrannosaur – Eine Liebesgeschichte (2011)

Der große Crash (2011)

Der große Crash - Margin Cal

Finanzkrise: Wertpapierdealer mit Moral aber ohne Lösung. Bedrückende Krisenstimmung in einem erschreckenden Film. Die Nervosität in MARGIN CALL ist ganz leise, unaufgeregt und intim. Es geht hier nicht um wirtschaftliche Zusammenhänge, nicht um Statistiken und Graphen, nicht um verteufelte Gekkos wie im durchschnittlichen WALL STREET (2010), nein, stattdessen wird an Werten, Gefühlen und Meinungen der Menschen gezerrt — solange, bis jeder nach-, wenn nicht gleich aufgibt. „Letztendlich hat keiner eine Wahl“, ist einer dieser Sätze, die man intuitiv nicht gelten lassen will und als faule Ausrede gewiefter Banker zurückweist. Das Schlimme aber an MARGIN CALL ist, dass er mit . . . → Kritik: Der große Crash (2011)

Attack the Block (2011)

Attack the Block

Leuchtendes Aliengebiss, Samuraischwert und Baseballschläger: Ghettokids im Kampf gegen Außerirdische – und die Polizei. Die Gruppe halb starker und voll krimineller Jugendlicher um Anführer Moses (John Boyega) ist gerade dabei Sam (Jodie Whittaker) zu überfallen, als ein intergalaktischer Vorfall dem Treiben ein Ende setzt. Not amused stürzt sich Moses auf das tierähnliche Wesen, das ihm hässliche Schrammen im Gesicht verpasst hat. Eine folgenschwere Entscheidung, denn wo die Bande der unter sechzehnjährigen mit dem einzelnen Vorboten nicht menschlicher Existenz noch leichtes Spiel hatte, erwartet ihre kindlichen Waffen bald ein ganzes Feuerwerk bärenartiger Monsterbeißer, die nun ihrerseits not amused sind. Im . . . → Kritik: Attack the Block (2011)

Shanghai (2010)

Shanghai Film Poster

Historischer Agententhriller vor gelungener Film noir Kulisse wartet mit einem traumhaften Cast auf und besetzt dennoch falsch. Wie Berlin oder Casablanca, so ist auch Shanghai am Vorabend des Zweiten Weltkrieges ein knisternd heißes Pflaster und wie prädestiniert dafür, als Kulisse für spannende Filme mit viel Abenteuergehalt zu dienen. Fast als klassischen Film noir inszeniert Mikael Håfström eine groß angelegte Agentengeschichte zwischen den aufkommenden japanischen Besatzern, chinesischen Widerstandskämpfern, Nazis und den Shanghaier Triaden. Mittendrin ermittelt der amerikanische Spion Paul (John Cusack), der hofft einen Mord zu klären, indem er einer mysteriösen Frau folgt. Anna (Gong Li) ist jedoch nur . . . → Kritik: Shanghai (2010)

Le Havre (2011)

Le Havre

Kaurismäki blickt mit dem klassischen Kino der Traumfabrik wehmütig auf die Defizite der Moderne – und berührt. Einfach. Schön. Erfreulich. Leise und ruhig zieht das Leben in der Normandie dahin, man könnte fast schon meinen daran vorbei. In Kaurismäki’s LE HAVRE jedenfalls sieht alles aus, als befänden wir uns viele Jahre in der Vergangenheit. Alles? Fast alles. Al Quaida und gedankenlos motivierte Polizisten mit modernen Waffen, die sich wundern, warum sie je weniger gemocht werden, je beflissentlicher sie ihre Befehle ausüben, sind durchaus junge Phänomene. Und was die Jungen falsch machen, muss die Gelassenheit der Alten wieder ausbügeln. . . . → Kritik: Le Havre (2011)

Still Walking (2008)

still walking

Unaufgeregter Film über den Gang des Lebens, die Albernheit der Familie, die Tölpelhaftigkeit des Zwischenmenschlichen und die mitunter bösen Schwächen des Menschen. Klug und versöhnlich. Ryo (Hisoshi Abe) reist mit seiner Familie zu seinen Eltern, gezwungenermaßen. Seine Schwester Chinami (You) ist mit Kind und Kegel bereits vor Ort und hilft ihrer Mutter Toshiko (Kirin Kiki) das Essen zu bereiten. Von Anfang an wird man gepackt von der unnachahmlich ungezwungenen Art der Dialoge, mit denen Regisseur und Drehbuchautor Hirokazu Koreeda nicht nur in Windeseile seinen Figuren Leben verleiht, sondern ganze Dramen in einem Nebensatz erzählt. Gefochten wird mit Worten, spitz . . . → Kritik: Still Walking (2008)