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Underworld: Awakening (2012)

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Underworld Awakening PlakatVampirfilm: Kalt, schnell, gefühllos.

Optisch steht UNDERWOLRD: AWAKENING seinen Vorgängern in nichts nach. Der atemlose Film voll endloser Action bietet nur kaum Gelegenheit die Bilder zu genießen, die zwischen digitalem Stroboskop, Explosion und CGI Monstern durch die an sich eindimensionale Handlung gescheucht werden. Deutlich in Erinnerung bleibt aber das Gefühl von Kälte, sei es die der Gefriertruhe, in welcher Selene (Kate Beckinsale) die letzten 12 Jahre (Presseheft 15 Jahre) nach ihren Abenteuern aus UNDERWORLD: EVOLUTION verbrachte, oder die des heruntergekommenen, tropfend feuchten Kellerverlieses, in dem einige der letzten verbliebenen Vampire ihre Zuflucht gefunden haben. Der dunkle Glanz vergangener Vampirdekaden ist verflogen, seit die Menschheit sich der Vampire und Lykaner bewusst wurde und sie systematisch ausrottete, wie eine Seuche. Ausgerottet wurde aber auch die Spannung des Unbekannten und Neuen, die mythologischen Zusammenhänge der Underworld und die vormals zumindest in akzeptablem Umfang vorhandene Tiefe der Charaktere. Dadurch wird der auch farblich kühle Film noch viel frostiger, man könnte auch sagen er lässt kalt.

Underworld Awakening Kate Cool

Underworld Awakening ist vor allem Beckinsale: Kate Cool...

UNDERWORLD: AWAKENING wartet mit bekannten Elementen des Vampir-Werwolf-Dark’n-Cool Genres der letzten Jahre auf und bedient sich an allerhand schon Gesehenem, was bereits bei UNDERWOLRD (1) dazu führte, dass gegen Sony wegen Copyrightverstoßes vorgegangen wurde. Zudem wird Spannung vollkommen durch Anspannung ersetzt, denn die immer wieder vorhersehbare Geschichte generiert aus ihrem heruntergesprochenen Ablauf kaum Überraschung oder Gebanntheit. Stattdessen verkrampfen die Muskeln ob der pausenlosen Fluchten, Verfolgungen, Angriffe und Gefechte, die es mal in hervorragender und mal in leidigerer Choreographie zu bewundern gilt. Manche Szene dazwischen versucht die handelnden Figuren sozusagen on the run zu etablieren, doch es fehlt in allen Richtungen an Substanz, so dass die Schauspieler im schlimmsten Fall mit zu viel Pathos in der Luft hängen bleiben, wie Theo James, der den übermotivierten jungen Vampir David gibt. Ihn verbindet mit Selene eine weitere freche Anleihe, die mehr als deutlich an Matrix erinnert, jedoch zu nichts weiter als einem betrübten Seufzen der Zuschauer führt, ob der wenig ergreifenden Kopie.

Underworld Awakening Müll Bild

...Kate energisch: Falsches Mündungsfeuer und ein schnöder Mülleimer. Da macht Stroboskop und schneller Schnitt Sinn...

Eine der ersten Einstellungen zeigt Kate Beckinsale in ihrem sexy Latexdress auf dem Sims eines Daches kauern; wieder einmal. Es liegt wohl hauptsächlich am 3D, dass ihre exaltierte Körperhaltung mehr als Pose denn als treffende Körpersprache wahrgenommen wird. Es ist aber gleichzeitig 3D zu verdanken, dass dieses Bild das seit jeher fantastische Flair von Underworld in greifbarste Nähe rückt, so dass man für einen Moment glauben möchte die Imperfektion der gezeigten Figur beweise deren reale Existenz nur umso deutlicher, was vielleicht der größtmöglichen Immersion im Kino entspricht. Als jedoch viel später ein digitaler Lykaner, getreu dem denkwürdigen Motto bigger is better, mit monströsem Gebiss in den Zuschauerraum schnappt, bleibt von diesem Gefühl nicht mehr viel übrig. Trotz neuer Red Epic Kamera in revolutionär handlichem 3D Aufbau verbleibt der Effekt der dritten

Underworld Awakening Kate böse Bild

...Kate böse: Können diese Augen langweilen?

Dimension unter „ferner liefen“. Anders als Wim Wenders PINA wurde UNDERWOLRD: AWAKENING eher inkonsequent in 3D umgesetzt, bleibt den Einstellungen und Brennweiten des klassischen Kinos treu und erreicht nie wieder die Wucht dieses einen Bildes. Schade. Für Actionfans dennoch ein Muss. Style und Ausstattung sind auch diesmal sehenswert, wenngleich es doch recht überraschend wirkt, dass trotz verstrichener Dekade (welches Jahres auch immer) die Autos immer altmodischer werden.

Underworld Awakening James Bill

Er ist jedenfalls von ihr begeistert: David (Theo James) und sein Dosenöffner.

Ähnliche Filme:

Underworld, Underworld: Evolution, Underworld – Aufstand der Lykaner, Blade, Matrix

Information:

USA 2012

Dauer: 88 Minuten

FSK: 16

Regie: Måns Mårlind, Björn Stein

Drehbuch: Len Wiseman, Allison Burnett, John Hlavin, J. Michael Straczynski

DoP: Scott Kevan

Musik: Paul Haslinger

Darsteller: Kate Beckinsale, Scott Speedman, Charles Dance, Michael Ealy, Kris Holden-Ried, India Eisley, Stephen Rea, Theo James, Richard Cetrone, Sandrine Holt, Jacob Blair, Robert Lawrenson, Marvin Duerkholz, Ron Wear

Genre: Action

Im Kino: 02.02.2012

Im Web:

Underworld: Awakening in der IMDb

Bilder und Trailer zur Filmkritik von Underworld: Awakening auf der offiziellen Website


Copyright Bilder und Trailer: Sony

Underworld: Awakening (2012), reviewed by Christopher Haug on 2012-02-01T23:01:09+00:00 rating 3.3 out of 5

1 comment to Underworld: Awakening (2012)

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