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Die Prinzessin von Montpensier (2010)

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Die Prinzessin von MontpensierBegehren, Eifersucht, Liebe und Resignation: Historischer Kostümfilm mit schönen Menschen.

Die Prinzessin von Montpensier ist so wunderschön, dass ihr jeder Mann verfällt. Doch wenn sie nicht schön sein soll, ist sie es auch nicht, was am überzeugenden Schauspiel ebenso liegt wie an einer ordentlichen Inszenierung. Trotzdem ist DIE PRINZESSIN VON MONTPENSIER mehr ein guter Fernsehfilm als ein historisches Kinospektakel. Die Fülle an Szenen und die gemächliche Verstrickung der handelnden Figuren in intrigante und emotional widerspenstige Machenschaften erinnern zwar an große Kostüm- und Liebesfilme. Jedoch ist der Film weder dramaturgisch zwingend noch technisch hochwertig genug, um die große Leinwand nachhaltig zu füllen. Zudem bürdet er der schmalen Ausstattung große Kriegsbilder und Actionszenen auf, wo doch schon das Verfallen der Schlossfassade in die Erzählung integriert werden musste, um deren Anachronismus zu mindern. Diese natürliche Imperfektion einiger

Die Prinzessin von Montpessier

Schöne Menschen, gemischte Gefühle: Gaspard Ulliel und Mèlanie Thierry

Drehorte verleiht dem Film aber einen (unfreiwilligen) Realismus, der wie in osteuropäischen Märchen durchaus seinen Reiz hat. Dieser findet sich auch in den langsam und mühevoll ausgefochtenen Degenduellen wieder, die nicht unterschnitten sind und deren angestrengte Schwere die Handlung ganz unverblümt greifbar macht. Unterstützt wird dieses unverhüllte Wirklichkeitsgefühl von modernen Landschaftsbildern, spärlicher Lichtsetzung, einem verhaltenen Sounddesign und sogar vom gedämpften Spiel des Prinzen (Grégoire Leprince-Ringuet). Der zurückhaltende und beherrschte junge Mann verliert erst dann die Fassung, als seine neu angetraute Prinzessin Marie (Mélanie Thierry), die ihm bald mehr als eine Pflichtheirat bedeutet, den Avancen des Charmeurs und Draufgängers Henri (Gaspard Ulliel) nachgibt.

Die Prinzessin von Montpessier Filmbild Nebenbuhler

Nebenbuhler: Wilson Lambert, Raphael Personnaz, Grégoire Leprince-Ringuet (v. r. n. l.)

Regisseur Bertrand Tavenier verfilmte mit DIE PRINZESSIN VON MONTPENSIER den gleichnamigen Literaturklassiker von Madame de La Fayette. Zwischen Sehnsucht und Eifersucht, Verlangen und Verletztheit positioniert sich mit Chabannes (Lambert Wilson) ein Mann, der den Torheiten des Krieges ebenso zu entrinnen versucht wie denen der Liebe. Als Lehrmeister Maries verbringt er jedoch zu viel Zeit in Anwesenheit der Schönen, weswegen sein Gleichgewicht ins Schwanken kommt. Als dann noch der Thronfolger des Landes (Raphaël Personnaz) seine Finger nach dem unbedarften Wesen ausstreckt, rückte eine friedliche Lösung in weite Ferne. Gleiches gilt für die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Hugenotten, die den Hintergrund bilden, vor welchem sich das Liebesdrama abspielt. Zur Bartholomäusnacht bricht dann das Kartenhaus illusionärer Hoffnungen zusammen und es wird Tacheles gesprochen, in Puncto Religion wie in Sachen Liebe. Leider bringt es DIE PRINZESSIN VON MONTPENSIER nicht ganz so prägnant auf den Punkt wie die Religionsgegner und lässt das Ende ein wenig versanden. Insgesamt kein schlechter Film, der vor allem durch ansehnliche Schauspieler in guten Kostümen zu gefallen weiß und mehr in Richtung Schmonzette als Historienfilm geht.

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Information:

Frankreich 2010

Dauer: 140 Minuten

Regie: Bertrand Tavenier

Drehbuch: Bertrand Tavenier & Jean Cosmos

DoP: Bruno De Keyzer

Musik: Philippe Sarde

Darsteller: Mélanie Thierry , Gaspard Ulliel, Lambert Wilson, Raphaël Personnaz, Grégoire Leprince-Ringuet

Genre: Liebesdrama, Kostümfilm, Historienfilm

Im Kino: 27.10.2011

Im Web:

Die Prinzessin von Montpensier in der IMDb

Bilder zur Filmkritik von Die Prinzessin von Montpensier auf der offiziellen Website  

Die Prinzessin von Montpensier (2010), reviewed by Christopher Haug on 2011-10-24T14:49:00+00:00 rating 3.2 out of 5

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