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Ohne Limit (2011)

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Ohne LimitKurzweiliger und visuell ambitionierter Film mit geistigen Note 3Superkräften. Viel Fantasy, wenig Bodenhaftung und klassische Rollenverteilung. Nicht mitreißend aber unterhaltend.

Seit einigen Jahren schon gibt es vor allem in den USA einen Hype um legale Drogen wie Modafinil. Das sind eigentlich Pillen gegen Schläfrigkeit, die aber auch die geistige Leistungsfähigkeit steigern sollen. Vor allem an Universitäten erfreuten sie sich großer Beliebtheit, über ihren Nutzen hingegen wird noch heftig diskutiert. Was in der Realität noch nicht hinlänglich bekannt ist, reicht im Film schon lange um Eddie (Bradley Cooper) aus seinem Dasein als eingebildeter Schriftsteller und notorischer Selbstbetrüger an die Spitze der größten Börsenkonzerne der Wallstreet zu katapultieren. Und das alles nur dank einer unauffälligen und farblosen Pille, welche die sonst nie genutzten Kapazitäten des Gehirns freischaltet.

Selbstredend birgt dieser Trip nicht nur Sonnenschein. Abgesehen von den mitunter tödlichen Nebenwirkungen, plagen Eddie bald Erinnerungslücken. Noch schlimmer aber wird es, als der Nachschub zu versiegen droht, gerade dann, als ein großes Geschäft mit Wirtschaftsguru Van Loon (Robert de Niro) bevorsteht. Zwischen Größenwahn und Entzugserscheinungen zoomt sich der Film durch ein optisch verzerrtes und pulsierendes New York. Die Stimmung pendelt dabei zwischen versuchtem Ernst und Peinlichkeit. Zu viele Figuren mit zu wenig Gewicht zerren an Eddie, anstatt dass sich der Film auf die wenigen interessanten Charaktere einlässt. Auch die Geheimnisse der Droge oder des menschlichen Verstandes verbleiben im Dunkeln. Dafür setzt Regisseur Neil Burger auf rastlose Unterhaltung und optische Spielereien.

Als einem Film, der keine tiefschürfenden Erkenntnisse zu Tage fördern will, kann man LIMITLESS nicht viel vorwerfen. Er birgt sogar die ein oder andere Überraschung, muss sich aber auch geschickt durch den Plot winden, um nicht über sich selbst zu stolpern. Bei einem Film anderer Gangart wären wohl viele Fragen offen geblieben, bei LIMITLESS begnügt man sich hingegen mit Spinat und Pop eye(s). Was hätte wohl Christopher Nolan aus diesem Stoff gemacht?

Information:

Engl. Titel: Limitless

USA 2011

Dauer: 105 Minuten

Regie: Neil Burger

Drehbuch: Leslie Dixon

DoP: Jo Willems

Musik: Paul Leonard-Morgan, Nico Muhly

Darsteller: Bradley Cooper, Robert De Niro, Abbie Cornish, Anna Friel, Andrew Howard, Robert John Burke, Johnny Whitworth, Lee M. Cunningham, Tomas Arana

Genre: Popcorn

Im Kino ab: 14.04.2011

Im Web:

Ohne Limit in der IMDb

Bilder und Trailer zur Filmkritik von Ohne Limit auf der offiziellen Website

Ohne Limit (2011), reviewed by Christopher Haug on 2011-04-18T15:31:31+00:00 rating 3.0 out of 5

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