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Die Chroniken von Narnia, Die Reise auf der Morgenröte (2010)

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Beim ersten Teil war Narnia ein schöner Märchenfilm, fantasivoll, kindlich und unterhaltsam. Der zweite Teil dann geriet vielleicht zu sehr in den Strudel der großen Fantasy Filme um Herr der Ringe, dem Narnia nicht standhalten konnte. Die Reise auf der Morgenröte nun kommt streckenweise wie ein fantasievoller Abenteuerfilm daher, springt dann aber doch zurück zum Märchen, das seinen Protagonisten jedoch nicht sonderlich viel abverlangt und das Happy End unaufhaltsam entgegenfliegen sieht.

Insgesamt ist die Story recht kompakt und ohne große Schlenker durchgezogen. Die Stationen, die unsere kindlichen Helden Edmund, Lucy und Eustachius (ihr Cousin, Peter und Susan sind schon zu alt für Narnia) passieren, um am Ende wieder für ein friedliches Narnia zu sorgen, sind hübsch anzusehen aber erwecken irgendwie den Eindruck des schon oft Gesehenen. Auf spektakuläre Art und Weise tauchen die drei Helden in Narnia ein, nur keiner scheint sie gerufen zu haben. Es dauert jedoch nicht lange, ehe sich die Gefahr zeigt, die es zu bekämpfen gilt: Ein Rauch! Und keine Sorge, der Rauch trägt nicht den Namen des großen englischen Aufklärers Locke.

Prince of Persia versus Palstikdolch und Pappmaché

In leicht orientalisch anmutendem Setting gilt es die erste Schlacht auf einer einsamen Insel zu schlagen, die, Narnia durch und durch, auch einsame Insel heißt. Der Schauplatz jedoch sieht – ganz Narnia untypisch – echt aus, und auch die Kampfszenen erinnern diesmal mehr an Prince of Persia, als an Plastikdolch und Pappmachéschloss. Zu schnell jedoch ist diese Episode vorüber, die letztendlich nur der Informationsgewinnung galt, für die Schnitzeljagd nach dem bösen Rauch. Dergestalt gilt es noch zwei weitere Stationen zu bewältigen, die rein optisch von Prince of Persia zurück und über Harry Potter schließlich zu Prinzessin Fantaghirò wandern, ehe der Finale (digitale)  Kampf einsetzen darf. Zwischendurch werden unsere Helden auf die Probe gestellt und müssen ihre innere Reinheit unter Beweis stellen, wie das meist so ist, wenn böse Magie im Spiel ist. Dass ihnen dennoch nichts geschieht, obwohl sie nicht immer richtig handeln, muss man nicht verstehen.

Die großen Überraschungen, die das Wunderland Narnia mit seinen sonderbaren Gestalten und Bräuchen zu bieten hat, bleibt diesmal freilich aus. Aber auch Neues und Überraschung sorgt für Spannung, weswegen vielelleicht die Figur des ewig nörgelnden Cousins Eustachius dramaturgisch ganz klug gewählt ist. Der von Will Poulter hervorragend gespielte Widerling Eustachius sieht Narnia zum ersten Mal und verliert nach anfänglichen Protesten beim Anblick der Narnianer erst mal das Bewusstsein. Fortan führt er Tagebuch und gibt so streckenweise die Erzählerstimme, die, in ermüdender Weise, immer wieder an Logik und Verstand der ihn Umgebenden zweifelt, obwohl er doch längst akzeptiert haben müsste, dass er in einem Wunderland ist. Als schlechtester Charakter der Guten, trifft ihn die böse Magie am härtesten, was ihm aber die Chance eröffnet sich auf ungeahnte Weise für das Gute einzusetzen. So durchläuft er eine Wandlung vom nörgelnden, besserwisserischen und petzenden Mamasöhnchen zum strahlenden Narniahelden und Sympath.

Anleitung zum Träumen

DIE CHRONIKEN VON NARNIA, DIE REISE AUF DER MORGENRÖTE  sieht stellenweise viel professioneller und ausgewogener komponiert aus, als die Narnias zuvor, bleibt aber weiterhin ein Kinderfilm, der dem überraschenden und fantasievollen ersten Teil nicht das Wasser reichen kann. Kinderherzen schlagen freilich höher, wenn all die fabelhaften Gestalten, Helden und magischen Wesen einen Kniefall vor ihnen machen und sie die Hochkönige nennen. Narnias Thema ist die Fantasie, und nur ein Teil davon findet tatsächlich auf der Leinwand statt. Den weitaus größeren und wichtigeren Teil erschaffen sich die kleinen Zuschauer wohl selbst in ihren Köpfen.

Bilder und Trailer zur Filmkritik von DIE CHRONIKEN VON NARNIA, DIE REISE AUF DER MORGENRÖTE:

Trailer Narnia, die Reise auf der Morgenröte

Informationen:

Regie: Michael Apted

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely, Michael Petroni

DoP: Dante Spinotti

Darsteller: Arthur Angel, Ben Barnes, Colin Moody, Gary Sweet, Georgie Henley, Laura Brent, Michael Apted, Shane Rangi, Skandar Keynes, Tony Nixon, Will Poulter

Genre: Märchen, Fantasy, Abenteuer

FSK: 6 (12 ungeschnitten)

Schulnote: 3

Kinostart:16.12.2010

Im Web:

Die Chroniken von Narnia, die Reise auf der Morgenröte in der IMDb

Kinotrailer von Filmtrailer.com

Die Chroniken von Narnia, Die Reise auf der Morgenröte (2010), reviewed by Christopher Haug on 2010-12-20T17:16:24+00:00 rating 3.2 out of 5

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