Filme nach Schulnoten:

Nach Jahren sortierte Filme

NACH GUTEN FILMEN SORTIERT:
2011
2010
2009
2008

KINOFILME UNSORTIERT:
2012
2011
2010
2009

Filme nach Altersbeschränkung

Die drei Musketiere (2011)

Die drei Musketiere

Kalt, kantig, wenig mitreißend. Eine Inszenierung wie ein Modefoto, unbewegt und gefühllos. Was kann man von einem Film erwarten, der im Vorspann für Take That wirbt? Einen Haufen Publicity um seichte Gewässer. So seicht, dass Milla Jovovich partout nicht untergehen will, obwohl sie ziemlich flach wirkt. Selbst wenn das Kino sämtliche elf Dimensionen der Supergravitation für sich nutzbar machte, bliebe ihre Leistung eindimensional. Aber Ehemann und Regisseur Paul W. S. Anderson findet Gefallen an ihren durchaus selbstgefälligen Posen und ist damit nach Luc Besson schon der zweite Regisseur, den die Amerikanerin serbisch-russicher Abstammung mehr als nur filmisch für sich . . . → Kritik: Die drei Musketiere (2011)

Nobody Knows (2004)

Nobody Knows

Unsagbar trauriger und gefühlvoller Film über die Würde des Lebens, entdeckt mit teilweise zu unschuldigen Kinderaugen. Heftig. Auf einer wahren Begebenheit beruht die schockierende und tragische Geschichte, die Japans vielbeachteter Regisseur Hirokazu Koreeda in NOBODY KNOWS erzählt. Worum keiner weiß ist, dass der zwölfjährige Akira (Yûya Yagira) mit seinen drei kleineren Geschwistern allein lebt. Im Koffer verfrachtet die Mutter die Kleinen in die neue Wohnung, damit die Vermieter und Nachbarn nicht erfahren, wie viele Kinder hier auf engstem Raum hausen. Einzig Akira ist berechtigt, auch in der Außenwelt vorstellig zu werden, alle anderen dürfen noch nicht einmal den Balkon . . . → Kritik: Nobody Knows (2004)

Cowboys & Aliens (2011)

cowboys and aliens

Trotz tollem Soundtrack zu feige, um „Das Lied vom Tod“ zu spielen: Weder Cowboys noch Aliens entsprechen den Erwartungen. FSK 12.Note 3 Mindestens seit man sich fragt, ob Superman stärker ist als Batman oder seit es im Sport All-Star Teams gibt, so lange lebt sie schon, die Faszination der Kulmination von Extremen. Dabei spielt es durchaus eine Rolle, ob die Superstars und Helden miteinander antreten, wie im sehnlich erwarteten THE AVENGERS, der 2012 ins Kino kommen wird, oder ob sie aufeinandertreffen, wie die Monster ersten Ranges in ALIEN VS PREDATOR. Zwar werden die verbündeten Guten immer auch Streit untereinander haben, um ihre Kräfte zu demonstrieren, wie kürzlich erst in Stallone’s THE EXPENDABLES zu sehen. Aber ernsthaft dürfen sie nicht aufeinander losgehen, denn es kann keiner gewinnen. Warum nicht? Weil sie unbesiegbar sind, mehr noch als unsterblich. So wurden sie in der Fantasie erschaffen. Das macht sie zu dem, was sie sind. Gegen die üblichen Bösewichte anzutreten, wird aber irgendwann langweilig . . . → Kritik: Cowboys & Aliens (2011)

Crazy, Stupid, Love. (2011)

Männer im Reich der Frauen: Von Aufreißer über anti Mann, Ehebrecher und Teenager werden alle Männer verrückt vor Liebe. Eine sehr sehenswerte Dummheit. CRAZY, STUPID, LOVE. ist keine Komödie, sondern ein facettenreicher Liebesfilm mit komischer Grundhaltung. Und er ist gut. So gut, dass man das Kino hassen muss, denn es war wieder nur ein Film. Sonderlich realistisch ist der simple Handlungsbogen mit seiner konservativen Liebesmoral nicht, genau so wenig wie die Figuren, die im rechten Moment immer die passenden Worte finden. Überhaupt ist der Film ganz schön geschwätzig, und kitschig obendrein, man bedenke nur das DIRTY DANCING Zitat. Wie . . . → Kritik: Crazy, Stupid, Love. (2011)

Captain America – The First Avenger (2011)

captain america

Strahlender Comicheld der Vergangenheit wird zum realen Leben erweckt, um ihn im Heute nutzbar zu machen. Viel Look und Teenagerfantasie, wenig Durchschlagskraft.  Der schmächtige Steve Rogers (Chris Evans) will zum Militär, wie sein bester Freund Bucky (Sebastian Stan), doch er ist untauglich. Irgendwie sind sie das doch alle, die Helden der Comics: Sie sind untauglich in der Gesellschaft, denn sie können nicht sein wie die anderen. Aber in ihrer vermeintlichen Schwäche liegt ihre größte Stärke. Das war es seit jeher, was abertausende von Kindern, Träumern und Außenseitern so sehr an Superheldencomics faszinierte. Der Glaube etwas besonders zu sein, gebraucht . . . → Kritik: Captain America – The First Avenger (2011)

Beim ersten Mal (2007)

Beim ersten Mal

Vom Horror und Segen des Kinderkriegens: Schonungsloser Realismus nebst freudiger Unbedarftheit und herzhaft schönem Streit. Sehr gelungene und weitsichtige Komödie. Was Regisseur und Drehbuchautor Judd Apatow mit BEIM ERSTEN MAL abliefert, unterscheidet sich stark von den gängigen Liebeskomödien, denn der Film ist nicht nur echt lustig, sondern auch kritisch und klug beobachtet. Allerdings muss erst die Hürde der Teenagerkomödie genommen werden, für welche die meisten Schauspieler ohnehin schon zu alt sind. Kiffen mit Gasmaske und ewige Witze über den Bart des Mitbewohners sind wahrlich nicht die starke Seite des Films. Der Trip auf Pilzen im Cirque du Soleil in . . . → Kritik: Beim ersten Mal (2007)

Knowing – Die Zukunft endet jetzt (2009)

Knowing

Man hat den Erfolgsregisseur Alex Proyas (Dark City) verpönt für KNOWING, denn sein rätselhafter Endzeitfilm steuert auf ein sehr fragwürdiges Ende zu. Nichts desto trotz ist KNOWING ein optisch gelungener, mysteriöser und auch beunruhigender Film, der allemal sehenswert ist, wenngleich das Drehbuch durchaus im Seichten dümpelt. Dass Professor Koestler (Nicolas Cage) mit seinem Studenten ausgerechnet am renommierten MIT über Determinismus redet, als wären alle noch in der Grundschule, ist der Unart des Drehbuchs geschuldet alle Informationen, die für die Geschichte von Belang sind, vorab schon einmal ganz zufällig durchzukauen. Das betrifft auch die Gespräche zwischen Koestler und seinem Sohn . . . → Kritik: Knowing – Die Zukunft endet jetzt (2009)

Planet der Affen: Prevolution (2011)

Planet der Affen: Prevolution

Was einst als Kritik an Mensch und Gesellschaft funktioniert haben mag, wird jetzt zum klischeebeladenen Affentheater mit aufgesetzt gutem Willen und wenig Verstand. Der Planet der Affen ist nicht tot zu kriegen. Bereits 2001 versuchte sich Tim Burton an einer Neuverfilmung, die eher ein mäßiger Erfolg war und jegliche Hoffnungen auf eine Fortsetzung zunichte machte. Jetzt kommt PREVOLUTION also folgerichtig als Prequel ins Kino. Größte Neuerung: Diesmal macht der Computer die Gesichter der Schauspieler affig, was die Gesichtsausrücke besser als Masken transportiert und so endlich ein Spiel erlaubt, das auch einen Affen sehenswert macht. Vorausgesetzt das Drehbuch stimmt. Aber . . . → Kritik: Planet der Affen: Prevolution (2011)

Super 8 (2011)

Super 8

Regisseur J.J. Abram wandelt auf den Spuren seines Produzenten Steven Spielberg und inszeniert mit SUPER 8 eine Mischung aus plakativem Zeigen nebst ostentativem Verbergen. Dabei zeigen sich nicht nur inhaltliche und dramaturgische Parallelen zu Spielbergklassikern: Der Film spielt nicht nur in den 70/80ern, er sieht auch so aus, als wäre er damals gedreht worden. Mehr für Kinder und Jugendliche geeignet. Joe (Joel Courtney) könnte ein normaler Teenager sein, der gerade dem Zahnspangenalter entronnen ist. Doch SUPER 8 zeichnet ihn als Halbwaisen mit gespaltenem Verhältnis zum Vater (Kyle Chandler), in einer blassen Welt, die von bedächtig komponierten, bedeutungsschwangeren Bildern nur . . . → Kritik: Super 8 (2011)

Hass (1995)

Hass

Sehr gelungener und immer aktueller Film zum ewigen Problemkind Banlieue. Niedergeschlagenheit, Humor, Wut und Ohnmacht in einem gefährlichen Kosmos, dessen einziger Exit die Gewalt zu sein scheint. In Mathieu Kassovitz Film HASS geht es keinesfalls um eine sich bis ins Maßlose zusammenbrauende Wut, die über kurz oder lang die Welt in Stücke reißt. Zwar tragen die drei jugendlichen Protagonisten Saïd (Saïd Taghmaoui), Hubert (Hubert Koundé) und Vinz (Vincent Cassel) alle eine Wut im Bauch, doch sie erliegen schließlich mehr der Hoffnungslosigkeit als dem Hass. Was zurückbleibt ist Frust beim Zuschauer und eine Ahnung dessen, was es wirklich bedeutet, wenn . . . → Kritik: Hass (1995)