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Filme nach Schulnoten:

Nach Jahren sortierte Filme

NACH GUTEN FILMEN SORTIERT:
2011
2010
2009
2008

KINOFILME UNSORTIERT:
2012
2011
2010
2009

Filme nach Altersbeschränkung

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Filmbewertung Note 1

Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn (2011)

Tim und Struppi Film Poster

Computeranimierte Wirklichkeit: TIM UND STRUPPI bewegt sich zwischen Foto- und Hyperrealismus und bietet Kleinen großes Kino. Wo vormals von Motion Capturing die Rede war, wenn mittels Trackingpoints auf Anzügen die Bewegung von Schauspielern eingefangen wurde, um sie auf ihre animierten Pendants zu übertragen, so soll wohl der neue Begriff des Performance Capturing (Presseheft) bei Tim und Struppi die Leistung des verblassenden Schauspielers ebenso würdigen, wie den Umstand, dass Bewegung so viel mehr ist als nur Vektoren in der Zeit. Dafür bedarf es aber eigentlich keiner Vertauschung der Begriffe. Bewegung ist Leben – ein Wissen, das Kinder intuitiv, Philosophen intellektuell . . . → Kritik: Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn (2011)

Contagion (2011)

Contagion Poster

Pandemischer Film: Ziellose Auffächerung mit bewegenden Momenten aber ohne dramaturgisches Rückgrat.

Wenn sich eine Epidemie gleichzeitig in alle Herrenländer ausbreitet, spricht man von einer Pandemie, wenn die Schauplätze eines Filmes sowie die Handlungsstränge dasselbe tun, von einem Episodenfilm, und wenn dann noch eine derart große Anzahl an Protagonisten den Film schultert wie in CONTAGION, dann ist es einfach ein irres Projekt, das viel Geld kostet ($60 Mio.) und deswegen auch ordentlich beworben werden muss. Was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen — und bleibt dennoch hinter den Erwartungen zurück. Zumindest macht man sich auf dem obligatorischen Toilettenabstecher nach . . . → Kritik: Contagion (2011)

Tyrannosaur – Eine Liebesgeschichte (2011)

tyrannosaur

Klarer, schonungsloser Film über kranke Menschen in einer kranken Gesellschaft, die versuchen ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Mutig anders und gut. Gläubig ist Joseph (Peter Mullan) nun wahrlich nicht, aber wenn gebetet wird, berührt es ihn trotzdem. Das liegt wohl daran, dass alle anderen Menschen die ihm Beachtung schenken entweder Säufer sind oder ihn verprügeln wollen. Fast alle: Sam (Samuel Bottomley) ist ca. 8 Jahre alt, sein Nachbar und der einzige, der zu ihm aufsieht. Nachdem auch noch Josephs Hund stirbt, ist von seinem Leben nichts übrig geblieben als Hass. Am meisten hasst er sich selbst und oft lässt er es an anderen aus. Als alles immer unerträglicher wird, macht er den Schritt vom sozialen Problemviertel der Stadt über die Schwelle in einen Second Hand Laden für Bedürftige . . . → Kritik: Tyrannosaur – Eine Liebesgeschichte (2011)

Die Liebesfälscher (2010)

Die Liebesfälscher

Dekonstruktion des Zusammenseins: Binoche spielt Kiarostamis Gedanken – weitsichtig, überraschend, schwer. Zwischen Original und Kopie pendelt Abbas Kiarostami‘s neuester Film DIE LIEBESFÄLSCHER. In dem vom Iraner gewohnt wortlastig inszenierten Werk treffen Juliette Binoche (ohne Namen) und James (William Shimell) aufeinander — geraten aneinander und bewegen sich aneinander vorbei. Die Handlung findet nahezu in Echtzeit statt, die Einstellungen stehen sehr lange und werden kaum unterschnitten, Geräusche und Musik fehlen oft gänzlich. Kiarostami sieht in den belanglosen und gerade zu Beginn auch extrem langwierigen Zwischenmomenten nicht weg, ebenso wenig, wie er die wichtigen Details gesondert aufs Korn nimmt. Das Leben als . . . → Kritik: Die Liebesfälscher (2010)

Der große Crash (2011)

Der große Crash - Margin Cal

Finanzkrise: Wertpapierdealer mit Moral aber ohne Lösung. Bedrückende Krisenstimmung in einem erschreckenden Film. Die Nervosität in MARGIN CALL ist ganz leise, unaufgeregt und intim. Es geht hier nicht um wirtschaftliche Zusammenhänge, nicht um Statistiken und Graphen, nicht um verteufelte Gekkos wie im durchschnittlichen WALL STREET (2010), nein, stattdessen wird an Werten, Gefühlen und Meinungen der Menschen gezerrt — solange, bis jeder nach-, wenn nicht gleich aufgibt. „Letztendlich hat keiner eine Wahl“, ist einer dieser Sätze, die man intuitiv nicht gelten lassen will und als faule Ausrede gewiefter Banker zurückweist. Das Schlimme aber an MARGIN CALL ist, dass er mit . . . → Kritik: Der große Crash (2011)

Attack the Block (2011)

Attack the Block

Leuchtendes Aliengebiss, Samuraischwert und Baseballschläger: Ghettokids im Kampf gegen Außerirdische – und die Polizei. Die Gruppe halb starker und voll krimineller Jugendlicher um Anführer Moses (John Boyega) ist gerade dabei Sam (Jodie Whittaker) zu überfallen, als ein intergalaktischer Vorfall dem Treiben ein Ende setzt. Not amused stürzt sich Moses auf das tierähnliche Wesen, das ihm hässliche Schrammen im Gesicht verpasst hat. Eine folgenschwere Entscheidung, denn wo die Bande der unter sechzehnjährigen mit dem einzelnen Vorboten nicht menschlicher Existenz noch leichtes Spiel hatte, erwartet ihre kindlichen Waffen bald ein ganzes Feuerwerk bärenartiger Monsterbeißer, die nun ihrerseits not amused sind. Im . . . → Kritik: Attack the Block (2011)

Easy Money – Spür die Angst (2010)

Easy Money Poster

Hart, schnell, gefährlich: Easy Money zeigt schonungslos echt wirkende Kriminalität, die neben Gewalt und dem verfluchten Geld vor allem mit Angst zu tun hat. Filmtipp. Irgendwo in der Mittelschicht lässt EASY MONEY noch Menschen vermuten, die nicht ganz so sehr auf Geld fixiert sind, doch von denen wird nicht erzählt. Stattdessen bevölkert der auf einem Bestseller von Jens Lapidus basierende Film die Leinwand mit Kriminellen, sowohl ganz Unten als auch ganz Oben in der Gesellschaft. An beiden Enden ist jeder nur auf seinen Vorteil bedacht und die Niedertracht der feinen Gesellschaft steht der rohen Gewalt der Underdogs ums nichts . . . → Kritik: Easy Money – Spür die Angst (2010)

Science of Sleep – Anleitung zum Träumen (2006)

ild Science of Sleep

Fluch und Segen einer grenzenlosen Fantasie: Gael García Bernal verschläft keinen Traum, dafür aber die Wirklichkeit von Charlotte Gainsbourg. Eine fantastische und wehmütige Liebesgeschichte. Der Wecker klingelt viel zu früh. Man stellt sich vor, wie man ins Bad geht, die Zähne putzt, zur Arbeit fährt – und verpennt. Wer das kennt, der wird Stéphane (Gael García Bernal) sehr gut verstehen. Der junge Grafiker kommt zu seiner Mutter nach Paris wegen eines Jobs, der jedoch seiner überbordenden Kreativität in keinster Weise gerecht wird. Also träumt er sich die Welt mitsamt Kollegen, wie sie sein sollte, denn im Träumen ist er . . . → Kritik: Science of Sleep – Anleitung zum Träumen (2006)

Le Havre (2011)

Le Havre

Kaurismäki blickt mit dem klassischen Kino der Traumfabrik wehmütig auf die Defizite der Moderne – und berührt. Einfach. Schön. Erfreulich. Leise und ruhig zieht das Leben in der Normandie dahin, man könnte fast schon meinen daran vorbei. In Kaurismäki’s LE HAVRE jedenfalls sieht alles aus, als befänden wir uns viele Jahre in der Vergangenheit. Alles? Fast alles. Al Quaida und gedankenlos motivierte Polizisten mit modernen Waffen, die sich wundern, warum sie je weniger gemocht werden, je beflissentlicher sie ihre Befehle ausüben, sind durchaus junge Phänomene. Und was die Jungen falsch machen, muss die Gelassenheit der Alten wieder ausbügeln. . . . → Kritik: Le Havre (2011)

WALL·E – Der letzte räumt die Erde auf (2008)

Bild Wall E

Pixar animierte Roboterromanze vor Endzeitkulisse mit Chaplin Charme. Wahrlich moderne Zeiten sind das, in denen die Menschen die Erde wegen Übermüllung verlassen haben. Einzig eine Heerschar aus Robotern wird zurückgelassen, um den Augiasstall auszumisten. Siebenhundert Jahre später funktioniert von denen gerade noch einer, nämlich Wall E. Die Menschen harren währenddessen als bewegungsunfähige und degenerierte Fettwanste in ihrem automatischen Raumschiff aus, und wissen gar nicht mehr, wer sie sind und worauf sie eigentlich warten. Auf der anderen Seite ist Wall E über die Jahre sehr menschlich geworden und wünscht sich nichts sehnlicher, als einen Partner. Gut 15 Minuten muss der . . . → Kritik: WALL·E – Der letzte räumt die Erde auf (2008)